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Auf der Suche nach einer Stirn- bzw. Helmlampe

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Derzeit bin ich zwar zu 100% beim Indoor Training aber ich will bald wieder raus. Raus auf die Strasse, auf Feldwege oder in den Wald. Egal, Hauptsache mit dem Bike an der Frischen Luft und nicht ausschliesslich im miefigen Spinningraum zu Hause. Schon 2013 zu LEL stellte ich fest, das eine Stirn/Helmlampe extrem praktisch wär um eben genau dort auszuleuchten, wo man auch hinschaut. Noch spannender wird das ganze wenn man Joggen geht in der dunklen Jahrezeit.

So im Kopf hatte ich zwei Lampen. Einmal die LED Lenser H7 bzw. deren Nachfolgemodel H7R.2 oder die Mammut T-Trail welche ich mir mal zum Joggen vergangenen Herbst ausgeliehen hatte und die mir durch ihre kompakte Form gut gefiel und dazu noch ausreichend Licht machte. Doch die Auswahl ist grösser und so fragte ich mal in die Runde und bekam zahlreiche Antworten.

Hier die diversen Antworten und meine kurzen Gedanken dazu. In erster Linie soll es mir helfen mir einen Überblick über die Empfehlungen zu geben. Ich hoffe am Ende etwas mehr Klarheit zu haben und vlt. mehr zu wissen, was ich will. Das ganze ist in chronologischer Reihenfolge, so wie ich die Antworte bekam. Und an dieser Stelle noch einmal an alle: DANKE!

1.) Radon High Power Mini LED (Hersteller)

+ Helmhalterung im Lieferumfang
+ mit 64g leichte Lampe, wobei das wohl ohne Akku das Gewicht ist
+ 1000 Lumen max ist fett (auch wenn es vermutlich in der Realität deutlich drunter ist, ist es immer noch viel)
+ externer Akku was ne Gewichtsverteilung mit sich bringt
+ gerade im Super Angebot beim Hersteller

– fest verbauter Akku und damit keine Nutzung während des Ladens und unterwegs fast gänzlich unmöglich

2.) Cateye 1200 (Hersteller/Amazon)

+ 1200 Lumen ist noch fetter
+ wirkt sehr Kompakt
+ Anzeige für “schwache Batterie”
+ Akkus können einzeln nachgekauft werden
+ Helmhalterung vorhanden

– Laden via USB und damit extrem langsam (10 – 14 Stunden)
– fest verbauter Akku und damit ein Laden unterwegs fast unmöglich
– sehr hoher Preis

3.) LED H7 (und Nachfolger) (Hersteller/Amazon)

+ Möglichkeit für Handelsübliche Batterien
+ externer Akku und damit Gewichtsverteilung
+ mit ca. 250 – 300 Lumen eventuell ausreichend
+ Einsatz auch zum Joggen bzw. Campen möglich da klassische Stirnlampe

– keine Helmhalterung und immer wieder ein ziemliches “gefummel”

4.) Lupine Piko (Hersteller/Amazon)

+ Lampe lediglich 55 g
+ Akku extern und mit 180 g relativ leicht
+ externer Akku
+ zwei der drei Versionen mit Restbatterieanzeige
+ Lampenkopf immer der selbe bei allen Version, nur der Akku unterscheidet
+ lädt relativ schnell
+ diverse Leuchtstufen
+ Helmhalterung dabei

– fest verbauter Akku
– extrem hoher Preis

5.) Knog Blinder Road 3 (Hersteller/Amazon)

+ sehr kompakte Bauweise trotz integriertem Akku
+ nur 105 g incl Akku
+ Helmhalterung und Lenkerhalterung dabei

– USB Ladung, also nix für unterwegs
– begrenze Leuchtdauer da kleiner Akku (jaja ich weiss – dafür aber klein und kompakt)

6.) My TinySun  “Volkslight” (Hersteller/Amazon)

+ 2000 Lumen extrem viel
+ passt an GoPro Halterungen
+ SOS Funktion
+ 24 Monate Garantie
+ Akku Ladestandanzeige

– Bauweise in Kombination mit ner GoPro Halterung recht hoch
– 230 g incl internem Akku
– volle Leistung nur 1 h (was bringen mir dann aber 2000 Lumen wenn ich die nicht dauerhaft verwenden kann?)
– fest verbauter Akku und USB Ladung (und damit vermutlich sehr langsames Laden)

7.) Mammut T-Trail (Hersteller/Amazon)

+ Handelsübliche Batterien verwendbar
+ klein, leicht, kompakt
+ zum Laufen und Campen geeignet
+ sehr günstig in der Anschaffung

– vielleicht doch zu Schwach, ich erinnere mich nicht genau
– keine Helmhalterung

Tja, und nun? Ich stelle fest ich brauche ein Ladekonzept. Ich würde mit der Lampe gern zwei Anwendungen abdecken: jetzt im Winter aber auch auf Langstrecke über mehrere Tage im Dunkeln. Oder wenigstens eine komplette Nachte wenn ich mich z.Bps. zurück an Rad am Ring 2014 erinnere.

Also wären handelsübliche Batterien klasse. Schneller Wechsel und weiter geht. Sofern ich mal nen Langstreckenlaufradsatz mit Nabendynamo habe mit ner Lademöglichkeit für externe Geräte via USB, kämen auch solche Lampen in frage. Aber ob das technisch überhaupt funktioniert und wenn ja, auch sinnvoll (also relativ zügig) bleibt abzuwarten. Hinzu kommt das mir auf Anhieb drei Geräte einfallen, die ich dann darüber Laden würde: Garmin, Smartphone, Lampe. Vielleicht auch bissl viel?

Die Leutkraft ist für mich nicht das ausschlaggebende. Viele Hersteller geben einerseits irgendwelche theoretischen Werte an die in der Praxis eh nicht erreicht werden. Und dann find ich eh die meisten Lampen als zu hell. Was ich damit sagen will: ich brauch nicht soviel Lumen wie nur möglich. Irgendwas im Mittelfelt reicht locker aus, zumal viel Licht auch viel Strom frisst was auch quatsch ist. Genial wär wenn ich alle ausprobieren und testen könnte *Hüstel*. Aber das wird wohl eher nix werden und daher die Frage in die Runde:

Wie sieht ihr das? Gibt Meinungen, Erfahrungen und Einschätzungen zu den o.g. Modellen? Gibts noch konkrete Empfehlungen für andere Produkte? Hab ich was wesentliches übersehen in meiner Bewertung? Wie würde ihr Euch entscheiden?

 

5 Kommentare

  1. Über USB kannst Du immerhin im 2 A Bereich laden. Das ist für wirklich große Akkus nicht viel, aber einen kompakten, kleinen Helmlampen-Akku bekommt man damit in akzeptabler Zeit wieder voll.

    Die “Volkslicht” kann über den USB-Anschluss auch mit Dauerstrom über einen externen Akku versorgt werden. Wenn man das will, kann man den internen Akku sogar entnehmen, um Gewicht zu sparen. Ich weiß nicht, wie handlich sich der Akkuzellenwechsel bei dem Scheinwerfer darstellt. Man hätte sogar die Möglichkeit, einfach mehrere passende geladene 18650 Zellen mitzuführen.

    Eines hat sich mit der fortschreitenden LED-Entwicklung nicht geändert: mehr Licht –> mehr Strombedarf. Meine Erfahrung mit den Lupine-Scheinwerfern (Betty und Wilma hier) seit 2007/2008 zeigt, dass man die volle Leistung jenseits der 1000 Lumen (und die aktuellen Modelle liefern ja noch viel mehr) eher selten abrufen muss. Das ist eher die Reserve für wirklich schlechte Sichtverhältnisse. Wichtig ist daher eine gute Bedienbarkeit und Konfigurierbarkeit der Leistungsstufen, so dass bei gewünscht leichten Akkus ein möglichst stromsparender Betrieb möglich wird. (Nie mehr Licht als notwendig verballern.)

    Einen fest eingebauten Akku kann man unterwegs aus einer Powerbank nachfüllen. Das Problem ist eher, ob man das auch während des Betriebs kann (sonst drohen Dunkelzeiten) und wie hoch der tatsächliche Ladestrom ist.

    Für den Einsatz am Kopf würde ich einen möglichst leichten Lampenkopf bevorzugen, der gleichzeitig “blinde” Bedienung für unterschiedliche Leistungsstufen (mind. 2) bietet. Toll ist natürlich eine Fernbedienung …

  2. Batterielampen sind zum Radfahren bei Nacht nicht hell genug, Es sei denn Du fährst nur Schritttempo. Mit der Lupine Piko bin ich seit zwei Jahren super zufrieden. Mit dem starken Akku und nicht ständiger Höchststufe kannst Du viele Stunden fahren und brauchst keine andere (Front-)Lampe. Gibt auch eine Stirnbandhalterung und einen Adapter für die GoPro-Halterung.

  3. ich fahre jeden Tag durch die Nacht, 2 Busch/Müller Icon IQ geben mir ordentlich Licht, wobei ich Lampe 2 als Fallback nutze, wenn der andere Akku schwach wird und starte die nur im 10 Lumen Modus.

    Beim Laufen ist das alles etwas problematisch. Ich laufe immer wieder in der Dunkelheit, bin aber nicht zufrieden. Mit Stirnlampe ist die Sicht recht schlecht, da der warme Atem das Licht vernebelt und damit die Sicht wieder schlecht wird. Alternativ an Hüfte, Brust etc. ist zu wackelig, unruhig. Aktuell habe die Lampe in der Hand, kann so ruhiger die Lampe halten. Dabei nutze ich eine Black Diamond Stirnlampe, 30 Lumen.

  4. Ich habe mir kürzlich diese hier gekauft und verwende sie als Helmlampe (Akku in der Rückentasche):
    http://blacksun2.com/sun-storm-led/sun-storm-2

    Bin bisher super zufrieden.

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