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Fahrradpflege nach Regenfahrt

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Auf Twitter hab ich ja schon ein wenig den Ruf des ewigen Fahrradputzers. Ich gebe zu, ich Pflege gern meine Dinge. Dazu gehören auch meine Bikes.

Der Herbst hat hier in Norwegen in vollen Zügen Einzug gehalten. Herbst? Ich nenne es Regenzeit. Bis auf ein paar Ausnahmen regnet es fast  täglich, was mich eigentlich nicht wirklich stört. Selbst beim Biken nicht. Man wird halt nass, aber so lange man nicht kalt wird ist alles ok.

Was mich aber zu diesem Artikel veranlasst ist die Frage: Wie geht ihr gerade im Herbst mit der Bikepflege um? Wie pflegt ihr Euer Bike? Handpflege oder gleich mit dem Gartenschlauch abspritzen? Oder nix tun, antrocknen lassen und schauen was beim nächsten Mal abfällt?

Sobald es dreckig wird, bin ich derzeit nur mit dem MTB unterwegs und es wird jedesmal ziemlich dreckig. Komm ich nach Hause, wird das Bike sofort mit dem Gartenschlauch abgespritzt. Dann gibt es für mich Dusche (ja, zuerst das Bike – dann ich) und in der Zwischenzeit ist der Bike etwas getrocknet. So greif ich dann meiner neuen Wunderwaffe  – der Küchenrolle – und wisch das Bike trocken. Die Kette bekommt etwas mehr Pflege in Punkt abtrocknen um Rostbildung zu vermeiden.

Das alles dauert so rund 10 – 15 Minuten und erfordert etwas Disziplin. Gerade wenn ich eh schon erst abends unterwegs bin und dann noch Bike putze, fällt es mir manchmal schwer.

Wie pflegt ihr Eure Bikes nach ner Regen- und Schmutzfahrt? Ähnlich wie ich, intensiver oder wirds einfach bis zum nächsten Ride in den Keller gesstellt?

21 Kommentare

  1. Mhmm… ich hätte auch die Disziplin es jedes Mal nach einer Runde kurz im Groben zu reinigen, aber kann mich leider nicht dazu überwinden. Da endet es meist so, dass es nach jeder 3-4 Fahrt mal grob unter die Bürste genommen wird.

    Ein entscheidender Faktor, der auch gerne übersehen wird ist auch, dass nicht jeder so einfach die Möglichkeit und den Platz hat den Gartenschlau auszupacken.

    Wir sitzen im 4. Dachgeschoss eines Mietshauses. Könnte ich das Rad nach der Fahrt einfach auf die Terrasse schieben und dort abspritzen, würde es mir wahrscheinlich leichter fallen, als wenn ich erst in den 4 Stock mit Rad hoch, mich selbst dort reinige und dann mit Eimern Wasser und Rad bewaffnet wieder runter laufen müsste.

    • Ja, das stimmt. Mietswohnungen wo es vlt. keinen Hinterhof mit Wasseranschluss gibt erschweren die Bikepflege erheblich. Und bei ner Reinigung auf Terasse/Balkon, freut sich bestimmt auch der Untermieter besonders dolle 🙂

  2. Sehr vorbildlich “Erst das Ross, dann der Reiter!” 😉 Ich muss zugeben bin absolut nicht der Regenfahrer und kann zu dieser Fragestellung keine Erfahrungswerte beisteuern, aber ab und zu wird man ja doch von einem Schauer überrascht und letztlich die Erfahrungen bei der “Schlammschlacht” des Münsterland Giros, lassen mich gespannt auf gute Tipps hoffen.

    • D.h. die Ausfahrten im Herbst/Winter begrenzen sich? Hast du nicht ne Cyclocross von Merida, extra für den Winter? Dreck gibts ja auch oft von unten, muss ja garnicht immer von oben kommen.

      Den Artikel kennste schon: http://54elf.de/allround-pflegemittel-kuchenrollen-finish-line-eco-tech-2-multi-entfetter/ – erst gestern wieder genau diese Kombination benutzt und bin immer noch begeistert.

      • Nein, leider nenne ich keinen Crosser mein Eigen und du hast recht, es ist ein sehr einschränkender Umstand. Denke momentan darüber nach mir Kombipedale für meine alten SPD Schuhe an das Trekkingrad zu bauen, um dadurch in der naßen Jahreszeit mehr aufs Rad zu kommen. Mal sehen.

        • Ups. Verwechselt. 🙁 Kombipedalen oder richtige MTB-Pedalen und dann nen Schuhplattenadapter aus Plastik drauf. Je nachdem was man öfters verwendet und was noch da ist/gekauft werden möchte. Habe selbst nur am Reiserad noch Kombipedalen.

  3. Ich fahre ja nur Straße. Zwar durch den Wald, Dreck gibt’s da genug, aber auf die Idee, mein Rad nach *jeder* Fahrt zu putzen, käme ich da nicht. Radputzen ist eher was, was in der Häufigkeit von Jahreszeiten vorkommt 😉

    Für den Winter würde ich mir wünschen, ich könnte etwas von deiner Disziplin abhaben. Schnee und Salz, das setzt dem Rad ordentlich zu. Habe in einer beengten Garage aber auch kaum Platz. Für Winterpflegetipps wäre ich offen…

    • Der Winter wird schwierig, auch bei mir. Frost und Wasser im Gartenschlauch sind keine gute Kombination. Ausserdem ist warmes Wasser unabdingbar im Winter. Und ja, das Salz muss wirklich runter. Hab mir für den Fall schon überlegt nen portablen Druckreiniger zuzulegen, sowas hier: http://www.roseversand.de/search/find/?q=Druckreiniger

      Muss da aber mal genauer schauen, der Preis ist schliesslich heiss – das Gerät könnte da aber ganz nützlich sein.

  4. Beim Stahl gehe ich mit der Gießkanne drüber, trocken reiben und später schmieren. Das MTB muss leiden, fahren, fahren, fahren – ab und an mal putzen.

    • Hat das nen speziellen Grund oder ist das Zufall, das dein Stahlbike mehr “Liebe” erfährt? 😉

      • Ja, da Stahl einfach empfindlicher gegen Feuchtigkeit. Der “Joghurtbecher” ist augenscheinlich weniger anfällig; was natürlich nur bedingt stimmt.

        • LOL. Joghurtbecher hab ich auch noch nicht gehört. Sehr geil … wenn der nur nicht so teuer wär. 🙂

          • 🙂
            so lange alles feucht ist, dusche ich jedes Rad ab; meist mit der Gießkanne, da ich so Wasser sparen kann und aus dem Regenspeicher nehme. Wenn es schon trocken ist, dann ist der Aufwand zu groß und kann warten – oder muss. Schön wäre immer ein gepflegtes Rad, aber die vielen kleinen besonderen Engstellen machen eh das Hauptproblem, nicht der grobe Schmutz.

          • Gerade mit Wasser bekommt man ziemlich viel runter, auch aus den eher schwierigen Ecken. Und wenn es nicht eingetrocknet ist, gehts besonders schnell.

            Allerdings gibts bei mir den Wasserschlauch mit Trinkwasser. Regentonnen hab ich hier noch nie gesehen. Wasser wird ja auch nicht nach Verbrauch bezahlt – gibt da nur nen Festpreis. Schliesslich gibts Wasser hier oben mehr als genug, wo wir wieder beim Thema Schlamm, Dreck und Regenfahrten wären 🙂

  5. In der Regel komme nach einer Fahrt immer erst ich, dann das Bike. 😉
    Also erst der Motor, dann das Chassis.
    Grund: war es trocken, braucht das Rad vermutlich sowieso keine direkte Pflege. War es richtig nass, dann hüpf’ ich sofort unter die Dusche, schließlich geht es um’s Gesund bleiben und um schnellst möglichen Regenerationsbeginn. Möchte mir da auch nicht mit quatschnassen Klamotten die Wohnung volltropfen – da geht es mir ähnlich wie Christian.

    Das Rennrad kommt dann meist am Folgetag erst dran. Oder (Schockschwerenot! ;-)) sogar erst nach der darauffolgenden Regenfahrt. In der Zwischenzeit wird dann nur mal die Kette nachgeschmiert.

    Ansonsten ist es natürlich so, dass ich immer ein sauberes Bike sowohl in der Wohnung stehen als auch als Fotoobjekt unter mir haben möchte.

    Crosser und Mountainbike hingegen… Ja, da kann man noch Biotopproben von längst verschollenen Wald-Biozönosen untersuchen. 😉

  6. Ich kann da ja nicht so mitreden. Aber: unser Vormieter, auch ein Radfreak, hat selbst ein Haus gebaut und hat sich da im Keller eine Bike-Dusche eingebaut. Mit eigenem Eingang 🙂

  7. Hm, also Bikeputzenn passiert bei uns eher so sporadisch. Dann aber meistens richtig. Ein Wochenende, zwei Tage, zwei Räder + typischerweise vor und nach ner Tour – kurz: immer dann, wenn man auch noch was anderes zu reparieren hat.

    Hänge dann das Rad mit unseren antiken Tapir-riemen an die Feuerleiter draußen. Dann wird alles auseinandergebaut, so dass man überall gut rankommt. Meistens will man ja auch gleich Bowdenzüge und Bremsbeläge tauschen.

    Den Rahmen wische ich mit warmen Spüliwasser ab. Dann wird gleich trocken gewischt. Gleiches geschieht mit Felgen und Speichen – naja eigentlich allem 😉 Früher habe ich oft WD40 genutzt, wurde aber wahrscheinlich zu recht gerügt, weil das alles zu sehr angreift.

    Bei der Kette hat ja jeder so seine eigene Philosophie. Ich weiche die meistens in WD40 ein, wische dann trocken und bringe noch Kettenöl drauf. Wie heißt das in der kleinen schwarzen Plasteflasche? Hm, Namen vergessen. Hm naja anyway. In Deutschland habe ich kein Kettenfett benutzt, aber hier hat man gerade im Winter sehr mit Salz zu kämpfen. Ich habe das Gefühl, dass die kette damit besser durchkommt.

    Salz ist überhaupt ein Problem. Im Winter putzen wir das Rad manchmal täglich. Zumindest den größten Dreck und Schnee muss man sofort abwischen, sonst rostet einem das Bike unterm Hintern weg. Vor allem der Temparaturunterschied macht ihnen zu schaffen. Tagsüber draußen bei -10° und über nacht in der Wohnung bei +20°. Da hat’s mir vor zwei Jahren den Nabendynamo und die Kassette zerschossen. Wenn der Schnee schmiltzt, und das Salzwasser irgndwo reinläuft, ist’s schnell vorbei.

    So. So sieht’s aus.

    • Na das klingt ja schon sehr nach regelmässiger und sehr intensiver Pflege. Cool! Ich seh schon was eine eurer nächsten Anschaffungen sein wird: nen ordentlicher Montageständer. Schliesslich gibts so Feuerleitern nicht in Europa 😉

      Erinnere mich noch wie du vom Nabendynamo erzähltest und der Ersatz aus Dland eingeflogen werden musste. Oh je, hoffe ihr kommt besser durch den bevorstehenden Winter – ohne grosse Schäden. Salz ist wirklich ein ziemliches Problem und da haben Carbonrahmen schon nen grossen Vorteil.

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