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strava – meine Hassliebe

| 31 Kommentare

Strava ist schon so eine Hassliebe bei mir. Immer wieder verzweifel ich an ganz grundlegenden Dingen und trotzdem lade ich weiterhin meine Trainingsdaten auf strava und begebe mich nicht auf die Suche nach eine Alternative. Nein, im Gegenteil: ich bin sogar Premium-Mitglied.

In der velosnakk Ausgabe #5 haben wir schonmal drüber gesprochen: Zeit oder Strecke? Ich kritisierte da schon den km-Focus bei strava. In einem Kommentar verwies Georg auf das Planungstool von strava, welches auf Grundlage der eigenen hochgeladenen Daten die Zeit berechnet die für den geplanten Track benötigt wird.

Cool dachte ich, gleich mal anschauen und musste aus lauter Verzweiflung anfangen laut zu lachen. Das Planungstool ist wie strava insgesamt: schick, nützlich, nette Features und im Detail verkackt es total. Es stimmt das strava aus den hochgeladenen Tracks die benötigte Zeit einer geplanten Strecke berechnet. Dafür den Daumen hoch. ABER: es werden auch Tracks in der Berechnung berücksichtigt, die auf der Rolle/Spinningbike entstehen, null km haben und beim Hochladen sogar mit “Indoor Cycling” gekennzeichnet werden. Das führt dann dazu, das ich für eine geplanten 50 km Tour mit dem Bike fast 10 Stunden brauche, fast die selbe Strecke als Laufstrecke jedoch in 4 Stunden zurücklege. strava, was soll das? Meint ihr das wirklich ernst? Ich vermute jetzt mal es werden die Tracks der letzten 4 Wochen berücksichtigt was bedeutet: erst nach 4 Wochen Outdoor-cycling kann ich genau dieses Feature wieder nutzen.

Laut strava brauch ich für 50 km knapp 10 Stunden. Mit dem Bike.

Laut strava brauch ich für 50 km knapp 10 Stunden. Mit dem Bike.

Im Gegenzug lauf ich laut strava die selbe Strecke in gut 4 Stunden.

Im Gegenzug lauf ich laut strava fast die selbe Strecke in gut 4 Stunden.

Tja, das ist halt leider strava-typisch und mir fallen noch einige solcher unsauberen Features ein. Zu einigen hab ich schon Tickets aufgemacht, zu ner Besserung hat es nicht geführt. Werde zu dem Thema auch noch eins aufmachen und hab auf Grund des “beta” Status  des strava Route Builder auch ein klitzekleines bisschen Hoffnung das es was bringt. Lassen wir uns überraschen.

Links:

Update 06. Februar 2014: 

Mein Supportticket wurde gelesen und nach ein paar Mails hin- und her kam dann heute Nacht diese “abschliessende” Antwort.

“Thanks, I understand now. I’ll be happy to pass that along to the team.
Thanks very much!
Mat”

Na dann bin ich mal gespannt ob das auch wirklich gefixt wird.

31 Kommentare

  1. Wo kann ich Tickets, Issues abgegeben? Aktuell meckere ich via Twitter m bekomme aber nie Feedback. Kann man ggf. Tickets upvoten?

  2. Ich stimm Dir zu. Bei Strava gibt es einiges, was zu kritisieren ist. Das von Dir beschriebene Feature kann man bestenfalls als Beta-Version bezeichnen. Doch bevor es solche fortgeschrittenen Funktionen gibt, würde ich mir wünschen, dass die ganz simplen erst einmal vernünftig zu Ende gebracht werden!

    Da ist zum Beispiel die Suche: Explore -> u. a. mit Athleten-Suche. Hier muss ich aber den genauen Namen oder Nick kennen, um jemanden zu finden. Eine Umkreissuche bei mir in der Region ist nicht möglich. Ja wie hohl ist das denn? Was soll ich mit dieser Suche. Nutzen gleich null. Einmal gesetzte weekly-Goals lassen sich nicht mehr auf 0 setzen – nur auf 1 :-/. Trotz zweier Anfragen (via Mail & Twitter) bei Strava, kommt hierzu kein Feedback. Zeugt von keinem guten Community-Management …

    Dennoch bin ich gerne bei Strava, weil ich es grafisch mag und es einen gewissen Austausch zwischen den Usern gibt z. B. nach langen, besonderen Touren oder Touren mit Fotos. Vorher war ich bei endomondo. Das fand ich sehr tot. Da hab ich 3 Jahre lang regelmäßig meine Tracks hochgeladen und hab so gut wie keinen Reaktionen erhalten, obwohl ich selbst immer wieder kommentiert habe. Irgendwie komisch, aber das war so. Das find ich bei Strava wesentlich netter und überschreitet auch Ländergrenzen. Darüber hinaus ist Strava für mich Motivation und Inspiration und ich freu mich jedes Mal, wenn ich sehe, was die anderen für Touren gemacht haben.

    • Die Sache mit den weekly goals ist wirklich so ne Sache. Hab dazu bei strava im Juni letzten Jahres nen Ticket eröffnet und folgende Antwort erhalten

      “Hello-

      Unfortunately there isn’t a way to completely remove a goal once it has been set. This is an attempt to encourage users to be prepared to sometimes not achieve their goals, rather than deleting them. However I realize it sounds a little half-baked to not be able to do this… And I apologize.

      Thanks for your patience.

      Getan hat sich leider nix.

  3. Hey Markus,

    cool, dass du dir das angeschaut hast. Das die Daten sich so leicht verfälschen lassen, ist mir bisher nicht aufgefallen. Was eventuell daran liegt, dass ich die ganzen Rolleneinheiten dort nicht erfasse. Das mache ich (seitdem ich viel auf den Ergos im Höhenpunkt sitze) alles via trainingstagebuch.org. Relativ simpel gemacht und ohne viel Schnick Schnack.

    Strava – ich merke an mir selbst immer, dass ich, wenn ich nicht viel selber fahre und hochlade dort relativ selten reinschaue. KOMs sind mir immer egaler geworden, ähnlich den Challenges. Nett zu haben, nett mitzumachen, nett als kleine Motivation. Schön ist es aber, wenn man in fremde/neue Gegenden kommt und Strecken sucht. Und es ist schön bunt!

  4. Ja, diese Antwort hört sich an, wie eine aus einem Callcenter von einem Mitarbeiter, der überhaupt keinen Plan hat. Jeder, der sich nur ein bisschen mit Software-Entwicklung auskennt, weiß, das sowas möglich ist – höchstwahrscheinlich mit gar nicht mal so viel Aufwand …

    Ich bin auf jeden Fall auf die Weiterentwicklung von Strava gespannt 🙂 und freu mich über jeden Fortschritt. Ach, und um noch etwas Positives zu sagen: Mir hat z. B. die #festive500 Challenge sehr viel Spaß gemacht. Das war eine schöne Geschichte, die ich parallel bei Instagram, Twitter, Vimeo und YT verfolgt habe … Als Schulnote geb ich für Strava mal eine 3+ mit Potenzial nach oben 😉

  5. also planst du deine strecken die du fahren wills mit strava oder verstehe ich das jetzt falsch

    • In der Regel muss ich wenig planen – es gibt hier wenige Strassen. Aber falls ich planen muss (so z.Bps. für ein bevorstehendes einwöchiges Trainingslager im Warmen) dann mit Strava, ja.

  6. Den Routenplaner bei Straka habe ich noch gar nicht ausprobiert. Ich nutze dafür immer noch Garmin Connect. Das ist zwar bei weitem nicht perfekt (aus unerfindlichen Gründen zeigt er mir keine Summe der Anstiege), aber du kannst deine geschätzte Durchschnittsgeschwindigkeit angeben und bekommst so deine benötigte Zeit. Straka will wohl extra schlau sein und das aus deinen tatsächlichen Fahrten berechnen. Aber geht ja erstens schief und ist zweitens überflüssig. Soweit man keine völlig unübliche Strecke fährt, kennt man seinen zu erwartenden Schnitt doch sehr gut.

    Gefallen hat mir auch komoot, vor allem allerdings wegen der Vorhersage des Streckenbelags. Kostet aber schnell was, ob es das Wert ist, kann ich bei nur einer geplanten Strecke noch nicht beurteilen. Community gäbe es dort wohl auch, das habe ich mir noch gar nicht angesehen.

    • Oh, das Planungstool bei garmin connect war mir auch noch nicht bekannt. Das haben die ja ganz gut versteckt. Mal schauen ob es im neuen Garmin Connect (soll im ersten Quartal kommen) noch dabei ist. Redesigns sind ja leider oftmals erstmal 3 Schritte zurück. Habs aber mal kurz angetestet und macht ja auch nen guten Eindruck. Ist recht flott und dieses “ans Gerät senden” ist sicher für die meisten auch der einfachere Weg als der download von Dateien, rumkopieren und so. Eins haben aber strava und Garmin Connect gemeinsam: eine fehlende Integration der hochgeladenen tracks in das Planungstool. Sowas wäre genial: vorhandene Routen mit nur einem klick importieren, bearbeiten und verändern und abspeichern. Wäre extrem nützlich wenn man tracks von anderen nachfahren will, man aber meist eh nicht den selben Start- und Zielpunkt hat.

      komoot – schön gehört und glaube auch mal registriert. Aber mehr auch noch nicht. Vlt. mal ein Anlass genauer hinzuschauen.

      • ich plane meine Touren fast nur mit GPSIES und bin demit sehr zufrieden.
        Mit Strava geplante Touren lassen sich nicht auf Garmin übertragen, zumindest kann ich das nicht.

        • Doch, relativ einfach sogar:

          STRAVA/Dashboard/Meine Routen/
          Route auswählen/Exportieren/den richtigen Garmin auswählen
          Route im Garminordner “NewFiles” abspeichern. Wird vom Garmin beim nächsten Einschalten verarbeitet und in dem Streckenordner als fit-Datei abgelegt.

  7. Je länger die Route, desto schlechter wird Garmin Connect leider. So ab 100 km verschwindet bei mir regelmäßig das Höhenprofil :/ vom anstehenden Redesign hatte ich noch gar nichts gehört. Bin gespannt, vertragen kann es die Seite auf alle Fälle.

    Zu strava zurück: Habe da noch kein Feature entdeckt, was mir den Bezahlaccount Wert wäre. Von einer generellen Unterstützung der Seite abgesehen. Ich kann noch keine klare Linie erkennen, wohin sich der Bezahlaccount entwickeln und von der kostenfreien Variante differenzieren will. Der Analyse-Klimbim ist doch genau das: Klimbim. Da wird geraten, dass sich die Balken biegen.

    • Premium bezahl ich, weil von gratis keiner Leben kann und ich nicht mit bunten Werbebannern belästigt werde bzw. belästigt werden muss. Daher zahle ich gern und hoffe strava kann überleben. Es sind also nicht die Premium-features die mich reizen und mir fällt es auch schwer genau sagen zu können, welche das eigentlich sind. Auswertung nach Herzfrequenz und Watt, oder? Gerade bei Watt macht es Sinn auch richtige Wattmessung zu haben und sich nicht auf das Schätzeisen verlassen zu müssen.

  8. Ich habe den Planer nur einmal verwendet – danach nie wieder. Die Strecke war recht lang – Hamburg-Stendal. Strava führte mich auf unbefestigte Wald- und Feldwege! Unmöglich mit dem Renner zu fahren. Ich weiß nichtmal auf welchem Kartenmaterial Strava arbeitet. Ich bleibe zum Touren planen bei gpsies.com

    • Glaube google wird als Kartenmaterial verwendet, was vlt. auch das Problem “führen auf unbefestigten Wald- und Feldwegen” erklärt. Keine Ahnung was die api von Google alles an Informationen mitliefet und wer da die Verantwortung trägt. Glaub aber das liegt vermutlich am Kartenlieferanten.

  9. So, dann meldet sich mal der Onkel mit richtig Ahnung… 🙂

    Also ich finde nahezu alles an Strava eine Spielerei. Eine sehr schöne und hübsche Spielerei, definitiv. Eine Spielerei die ich nicht mehr missen möchte. Aber halt am Ende Spielerei…

    Würde es morgen kein Strava mehr geben, alle aber ihre Einheiten bei Garmin connect hochladen und ich könnte sie da sehen, auch gut. Wäre nicht mehr so hübsch, aber überleben würde ich es.

    Zur ernsthafen Trainingsdatenverwaltung nutze ich nachwievor das trainingstagebuch. Dort sind halt die Daten über Jahre schon drin und die Möglichkeit diese zu vergleichen habe ich halt bei Strava nicht. Dafür bietet mir Strava die Segmente, wo ich natürlich auch wunderbar aktuellen Leistungsstand mit vergangenen Leistungen einfach vergleichen kann. Nett, aber nötig?

    Wochenziele brauch ich nicht… und das Thema Streckenplanung ist ja noch einmal ein ganz ein eigenes Fass, was man aufmachen kann. Aber dafür habe ich – zumindest bisher – zu wenig Erfahrung.

    Achja, grundsätzlich bin ich auch immer dafür einen Premium Account abzuschließen, die 60$ finde ich aber in diesem Fall sehr hochgegriffen. Ich hab just gerade so einen 30 Tage Premium Test Ding bekommen, mal gespannt, vielleicht rede ich in 30 Tagen auch ganz anders…

    • Trainingstagebuch ist hässlich. Gaaanz hässlich und es macht mir keinen Spass da hinein zu schauen. Genau so gehts mir mit Garmin Connect. strava ist chick und macht daher auch Spass. Ist wie mit dem Rennrad und den Klamotten: da fährt man auch nur mit den Sachen rum die einen Spass machen. Oder kaufst du deine rapha-Sachen aus anderen Gründen … weil sie so günstig sind? Ne, das Gadget muss schon stimmen, genau wie der Rest.

      • ja genau. Strava ist hübsch. Schön anzuschauen und mit herum zu spielen. Das ist der Mehrwert. Genau wie die Rapha Klamotten. Da gäbe es mit Sicherheit auch funktional gleichwertige oder auch bessere, aber die sind nicht so hübsch…
        Und was hinzu kommt. Bei solchen Computerdingen bin ich vielleicht nicht ganz so optisch veranlagt… wenn dieser Satz in irgendeiner Form Sinn macht.
        🙂

  10. Das Alleinstellungsmerkmal von STRAVA sind immer noch die Segmente (KOMs), die es hier im Allgäu sehr zahlreich gibt (Straße und MTB). Es macht nach wie vor großen Spaß, sich vor allem mit den Teamkollegen um die Bestzeiten zu „streiten“. Wird natürlich nicht so ernst genommen, aber sorgt immer wieder für Gesprächstoff und die eine oder andere Frozelei. Und als sehr aufschlussreich empfinde ich die Möglichkeit, seine eigene Leistung auf einem Segment über die Wochen, Monate und Jahre zu verfolgen und zu vergleichen auch mit unterschiedlichen Bikes. Das allein ist mir die Premiummitgliedschaft wert. Goals interessieren mich nicht und die Challenges eigentlich auch nicht. Routen plane ich eh fast nie und wenn dann über gpsies.

    • Stimmt, du hast voll Recht (liegt wohl am Beruf … hohohoho). Segmente sind wirklich klasse, motivieren und sorgen für gute und auch mal schlechte Laune. An Dinge die man mag gewöhnt man sich und vergisst sie schnell, sieht es als Selbstverständlich an. Und stimmt, bei Premium hat man auch einen besseren Filter innerhalb des Segement-Ranking und man kann sich seine eigene Zeiten im Segment anzeigen lassen. Wirklich nützlich gerade auf viel gefahrenen Hausstrecken um seine Frühjahrsform mit der des Vorjahres zu vergleichen. Das dich aber die Challenges nicht interessieren ist ja im übrigen klar: sie sind einfach keine Herausforderung für dich da du jede doch Rückwärts mit verbundenen Augen fahren schaffst. 🙂

      • Jepps, schön das wir drei da auf einen Nenner kommen, denn so sehe ich das ja eigentlich auch wie der Stylepolizist.
        Und ob sich das mit der Premiummitgliedschaft lohnt sehe ich dann ja bald mal.

  11. Schön ist doch, dass so viele Leute sich in der Unvollständigkeit und vor allem in Fehlern bei Strava einig sind – das sollten wir nutzen, Issues erstellen und voten. Nur so bekommt Strava mit, dass viele Anwender unzufrieden sind. Parallel könnten wir eine Strava-Gruppe in Strava eröffnen “Strava-Bugs” und dort diskutieren, ggf. kommt das noch eher an, da sich ggf. andere Nutzer dort rein hängen.

  12. Ein kleines Update: Mein Supportticket wurde gelesen und nach ein paar Mails hin- und her kam dann heute Nacht diese “abschliessende” Antwort.

    “Thanks, I understand now. I’ll be happy to pass that along to the team.
    Thanks very much!
    Mat”

    Na dann bin ich mal gespannt ob das auch wirklich gefixt wird.

  13. Bei Strava ist nicht alles bombe, aber es macht Spaß und das zählt. Es gibt viel Entwicklungspotenzial und geht weiter. Die Kleinigkeiten, die es da zu bemängeln gibt, kann man auch mal sportlich wegstecken. my cents…

    • Sicher, ist schon Jammer auf hohem Niveau. Allerdings fahren wir auch ungern auf unseren Rennrädern mit schlecht eingestellter Schaltung und verrutschtem Lenkerband. Von daher ist so bissl “Perfektion” auch bei unseren ganzen Tools und Gadgets schon nicht schlecht. Kritik bringt uns halt weiter, nicht Lobhudelei. Wobei man natürlich die nicht vergessen sollte bei allem Genörgel. 😉

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