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Unbekannter will mir auf strava Folgen. Warum?

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Soeben hab ich auf mich auf Twitter etwas über diese strava “Wir wollen dir folgen” Anfragen aufgeregt von Leuten, die mir null Bezug haben.

Damit meine ich Usern die oft am anderen Ende leben, oft meine Sprache scheinbar nicht sprechen und ich weder von meinem Blog, Twitter, Facebook, einem Event oder sonst wo her folgen. Schaut man auf deren Profil sieht man sehr schnell das diese meist schon einigen hundert, oder gar tausend Usern folgen. Hier gilt Quantität statt Qualität und die Frage ist, warum passiert das? Drei Theorien hab ich dazu.

  1. Die machen das einfach fürs Ego und wollen den Längsten und Grössten haben. Und damit meine ich Followerkreis auf strava.
  2. Die haben Bock ein strava ambassador werden und ich denke für 2014 wird die Bewerbung bald wieder geöffnet. Was das genau ist, was man von strava für diesen “Job” zur Verfügung gestellt bekommt bzw. was man tun muss wenn man das ist, weiss ich nicht. Ich weiss nur das es unter anderem gut ist den Grössten und Längsten zu haben, Followerkreis meine ich.
  3. Mein Dritte These dazu ist vielleicht etwas unwahrscheinlicher auf den ersten Blick, doch wird sie leider früher oder später zutreffen. Sofern dies nicht heute schon der Fall ist. Es stecken “Kriminelle” dahinter mit dem Ziel sich über unsere Bikes plus dazugehörige Wohnorte zu informieren. Zum Beispiel kann ich beobachten das zunehmen Bikes entweder bei grossen Events mitgenommen werden (meinen Club es hat 2012 beim Birkebeinern, einem MTB-Rennen, erwischt als aus dem Hotel nachts eine Busladung Bikes verschwand) oder zu Hause aus der Garage. Und gerade letzteres will ich mit Platformen wie strava in Verbindung setzen: Hier zeigen wir unsere tollen GPS-Routen, zeigen wo wir wohnen, posten via Instagram unser Bikes und freuen uns darüber. Wer hier nicht die Privatsphäre-Einstellungen auf Strava beachtet (quasi Start und Endpunkt nicht genau anzeigt) oder seinen Account für alle zugänglich macht, verrät vielleicht mehr als einem Lieb ist. Das alles passiert auch auf Blogs (so wie ich), aber auf Trainingsplattformen wie strava haben es gut organisierte Kriminelle die Auftragsdiebstähle durchführen leichter und können effizienter ihre Bestellungen abarbeiten.

Daher kann ich nur jedem Empfehlen, sich über seine Einstellung bezüglich Schutz seines Accounts, genau Gedanken zu machen. Ich verzichte gern auf die Embeed-Funktion im Blog, seit ich meinen Account nicht mehr öffentlich sichtbar machen. Nutzt die Feiertage um bei Euch auch mal sowas zu checken, nachzuschauen ob man seine Privatsphäre ausreichen schütz. Klar, die totale Sicherheit gibt es nicht. Aber ich sehe gerade auf strava bei zuviel Freizügigkeit im Umgang mit den eigenen Daten eine Gefahr.

Links:

  • strava

6 Kommentare

  1. Die Privacy Zone halte ich für einigermaßen nutzlos. Fähre ich sternförmig von Zuhause aus Weg, lässt sich mein Ausgangspunkz recht genau einschätzen – privacy hin oder her.

    • Ein weiteres “Problem” entsteht bei Segmenten die durch die eigene privacy zone gehen Probleme. Oder genauer: man taucht da nicht mehr drinnen auf.

  2. Hi Markus,

    ich habe mir zu diesem Thema auch schon einmal Gedanken gemacht. Zugegeben, eher wegen des Blogs oder twitter, nicht so sehr wegen strava. Wenn man sein Profil nicht öffentlich anzeigt, dann kann man noch auf strava gefunden werden, aber für nicht-follower werden dann keine Daten außer dem Namen angezeigt?

  3. Ich nutze erst seit 2 Monaten Strava und hatte auch schon 2 Anfragen von Leuten :
    – zu denen ich null Bezug habe
    – die absolut nichtssagenende Usernamen haben
    – die beide null Komma gar keinen Sport eingetragen haben
    Können natürlich beide warten bis sie schwarz werden.

    Hat mir aber auch zu Denken gegeben…

    These 1 & 2 erscheint mir zwar völlig absurd, muss deswegen aber nicht ausgeschlossen sein.

    Die Privatzone finde ich besser als nichts, wenn man nicht gerade allein auf einem einsamem Berg wohnt.

    So bald man sich aber mit Klarnamen einträgt, ist der Drops ja eh gelutscht.
    Ich wohne zwar nicht gerade in einer Gegend mit hoher Kriminalitätsrate, hab mir aber trotzdem vor ein paar Jahren einen Alarmanlage installieren lassen.
    Ist zwar nervig immer drauf zu achten, das man nicht versehentlich seinen eigenen Alarm auslöst, aber geklaute Räder sind noch nerviger.

    Gerade auf Großveranstaltungen wird mittlerweile viel geklaut, da die Diebe natürlich ihrer relevanten Zielgruppe nach reisen.
    Auch da lasse ich nie das Rad alleine. Man kennt ja meistens Leute die kurz aufs Rad gucken, wenn man Startnummer/ Transponder abholt.
    Wenn nicht bleibt´s eben solange im Auto.
    Ich “schließe” auch wenn ich noch Zielbereich zum quatschen ein paar Meter neben dem Bike stehe, das Bike mit dem Helmgurt durch die Speichen ab.
    Beugt zumindest spontanen Diebstählen etwas vor.

  4. Ahoi!

    Theorie 4: (für Möchtegernfollower mit regelmäßigen eigenen Einträgen)

    Jeder dem ich folge, ist ein potentieller Follower und somit Kudos-Geber.
    Ziel: ebenfalls Schwanzvergleich – über Kudos.

  5. Das es Leute gibt die so viele “Freunde” oder eben “follower” sammeln wie möglich, ist ja von den zahlreichen sozialen Netzwerken längst bekannt. Den Sinn davon muss man nicht verstehen.
    Das durch das Internet Kriminelle angelockt werden, ist auch klar. Deswegen versuche ich auch möglichst wenig im Internet preiszugeben.
    Allerdings muss ich auch sagen, dass ich gerade bei Strava auch ein paar Leuten folge, die ich persönlich nicht kenne, weil mich deren Aktivitäten einfach interessieren. Das sind dann aber Leute aus der weiteren Umgebung, deren Touren ich dann auch mal nachfahren kann.

    Gruß Stefan

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