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Bike to school: Kontroverse Diskussion in Norwegen

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DWerner / photocase.de

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In Norwegen läuft gerade ein interessante Diskussion zum Thema „Radfahren und Schulweg“. Hintergrund ist eine bevorstehende Gesetzesänderungen welche die letztendliche Entscheidung ob mein Kind mit dem Rad zur Schule fahren darf oder nicht den Eltern zuspricht und nicht wie bisher, der Schule. Auf den ersten Blick ist das ganze eine „merkwürdige“ Regelung, aber dahinter stehen eine ganze Menge verschiedene Ideen. Bisher gilt folgende Praxis: In der 5. Klasse legen Kinder im Rahmen der Schule einen Fahrradführerschein ab bei dem die wichtigsten Dinge wie Fahrfertigkeiten aber auch Regeln und Verhalten im Strassenverkehr besprochen werden. Kinder die Jünger sind, kann durch die Schule verwert werden mit dem Rad in die Schule zu kommen. Das ist dann keine Einzelentscheidung sondern eine generelle Entscheidung der Schule die alle Schüler einer Klassenstufe gleich betrifft. Eltern können sich darüber nicht hinwegsetzen und der Hintergrund dieser bisher gültigen Regelung wird wie folgt begründet: Schulweg können gefährlich sein und es gibt Argumente, die ausführen das kleinen Kindern i.d.R. viele Fertigkeiten fehlen sich im Strassenverkehr zu bewegen. Klar, es gibt Ausnahmen, aber so ist die generelle Argumentation. Ziel ist Unfälle zu vermeiden und die Kinder zu schützen. Das dies eine generelle und nicht einee Individuellen Entscheidung ist,  ist dem Umstand geschuldet, das soziale Verhalten wie Gruppendruck und Herdentrieb existent sind und so Kinder in den Strassenverkehr gedrängt werden, denen vlt. wirklich die Sicherheit fehlt.

Nun will man das Gesetz ändern und den Eltern mehr Entscheidungsfreiheit geben. Finde ich auf den ersten Blick gut, aber die Kommentarspalten quellen über mit Argumenten. Eins davon ist eben nicht das Individuum über die Gruppe und den damit verbundenen möglichen Druck zu stellen, sondern das die Gruppe Rücksicht auf die Schwächsten nimmt. So ähnlich ist das auch bei z.Bsp. Fussballturnieren. Kleine Kinder spielen auch schon in Mannschaften und auch gegeneinander, aber das Ergebnis wird nicht notiert, keine Tabellen geführt.

Tja, nun steht hier also die freie Entscheidung der Familie der bisherigen Praxis gegenüber. Doch was ist besser? Sollten die Familien die Entscheidungsfreiheit haben und selbst entscheiden, was ihr Kind kann und was nicht? Oder ist die Gedanke „Rücksicht auf die Schwächeren“ besser und sinnvoll und man sollte die Gruppe vor das Individuum stellen? Ganz ehrlich, mir fällt es extrem schwer hier eine Position zu beziehen, ich kann beiden etwas abgewinnen.

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